Steuerliche und strukturelle Besonderheiten, die ETF-Investments in Österreich von anderen Ländern unterscheiden.
Keine Anlage- oder Steuerberatung: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er stellt keine individuelle Anlage-, Rechts- oder Steuerberatung dar und ersetzt keine Beratung durch eine dafür zugelassene, fachkundige Person. Genannte ETFs, Indizes oder Anbieter sind Beispiele zur Veranschaulichung, keine Kauf- oder Anlageempfehlung.
ETF-Investieren in Österreich unterscheidet sich in einigen wichtigen Punkten von Deutschland oder der Schweiz. Dieser Guide fasst alles Wichtige zusammen.
Broker-Auswahl in Österreich
In Österreich stehen sowohl heimische als auch ausländische (insbesondere deutsche) Online-Broker zur Verfügung, über die ETFs gekauft werden können. Die Konditionen – etwa Mindestsparraten, Ordergebühren, Depotgebühren und ob die österreichische KESt automatisch abgeführt wird – unterscheiden sich zwischen den Anbietern und ändern sich auch im Zeitverlauf. Ein aktueller Vergleich der jeweiligen Konditionen direkt bei den Anbietern wird empfohlen, da sich Gebührenmodelle häufig ändern.
Österreichische Besonderheiten
KeSt 27,5 % auf alle Kapitalerträge (kein Freibetrag)
Meldefonds-Pflicht für steuerlich günstige Behandlung
OeKB-Meldesystem für ausschüttungsgleiche Erträge
E1kv Formular für ETF-Erträge aus ausländischen Depots
Ja, viele in Österreich ansässige Personen nutzen auch deutsche oder andere EU-Broker. Wichtiger Unterschied: Diese Broker führen in der Regel keine österreichische KESt automatisch ab – die Erträge müssen dann selbst in der österreichischen Steuererklärung angegeben werden.
Bei der OeKB als Meldefonds registrierte ETFs übermitteln die für die österreichische Besteuerung notwendigen Daten, wodurch die KESt auf Basis der tatsächlichen Erträge berechnet werden kann. Bei Nicht-Meldefonds kommt stattdessen eine Pauschalbesteuerung zur Anwendung, die sich steuerlich ungünstiger auswirken kann. Der Meldefonds-Status eines bestimmten ETF kann in der OeKB-Datenbank nachgeschlagen werden.